Speeddating "Innovationskonzepte"


13:30 – 15:00 Uhr
Das Speed Dating findet als geschlossener Veranstaltungsteil statt. Hier haben bis zu 9 Entwickler von innovativen Ideen und Konzepten die Gelegenheit, sich individuell in 4-Augen-Gesprächen von Experten rund um das Thema Konzipierung, Umsetzung und Etablierung von Geschäftsmodellen in den Bereichen Telematik und Telemedizin beraten zu lassen. Die ersten 9 Anmeldungen werden berücksicht, die Teilnahme ist nicht zwingend an die Bewerbung für den Innovationspreis gebunden.



Gerhard Fuchs

Vorstandsvorsitzender
Audi BKK, Ingolstadt
Telemedizin – Vorsprung durch Gesundheit
Der demographische Wandel in Deutschland, sowohl bei der Bevölkerung als auch bei den Leistungserbringern, sowie der fortschreitende Ärztemangel im ländlichen Bereich, stellen das Gesundheitssystem in Deutschland vor große Herausforderungen. Vernetzung, Telemedizin, neue Therapien und Datenschutz - das ist die digitale Revolution im Gesundheitswesen.

Mit dem Versorgungsstärkungs- und E-Health-Gesetz werden bessere Rahmenbedingungen geschaffen um die digitale Vernetzung zu forcieren.

Digitale Vernetzung ist ein Motor für den medizinischen Fortschritt. Telemedizin überwindet räumliche Barrieren, beschleunigt und verbessert die Behandlung, erfolgreiche Beispiele hierfür sind die Schlaganfallnetze. Gerade für den ländlichen Raum wird das in Zukunft von größter Bedeutung sein.

Gerhard Fuchs
Der Krankenkassenbetriebswirt ist seit 1. April 2010 Vorstandsvorsitzender der Audi BKK und verwaltet die Bereiche Politik und Strategie, Finanzen, Beiträge/Versicherungen und Zentrale Dienste sowie die Stabsstellen Controlling, Innenrevision/Datenschutz, Korruptionsbekämpfung, Presse und Selbstverwaltung.

Der berufliche Werdegang begann 1979 bei der IKK Regensburg. 1992 wechselte er als Leiter der Innenrevision, Datenschutz und Ausbildung zur Audi Betriebskrankenkasse Ingolstadt. 1994 Bereichsleiter Finanzen und Beiträge, einschließlich der Verantwortung für den Haushalt, RSA, Statistik. Vom 01.01.1999 bis 31.12.1999 stellvertretender Vorstand der Audi BKK Ingolstadt. Vom 01.01.2000 bis 31.03.2010 Bereichsleiter Finanzen und Beiträge in der fusionierten Audi BKK.

Gerhard Fuchs ist alternierender Vorsitzender der Vertragsarbeitsgemeinschaft Bayern und Mitglied verschiedener Gremien. Er ist Mitglied des Aufsichtsrates des BKK Dachverbandes e. V., der GWQ ServicePlus AG und der MedicalContact AG sowie Mitglied des Vorstandes der Baymatik e. V.



Dr. med. Christoph F-J Goetz

Leiter Gesundheitstelematik
Kassenärztliche Vereinigung Bayerns, München
Gesundheitsinformationen stehen im Spannungsfeld zwischen privatem Patientengeheimnis und öffentlichen Versorgungsanspruch
Medizinische Versorgung steht seit alters her unter dem Selbstverständnis der ärztlichen Heilkunst die sich der Wiederherstellung bzw. der Erhaltung der Gesundheit individueller Patienten in der vertrauensvollen Beziehung zum Arzt verschreiben hat. Heute wird durch wirtschaftliche Herausforderungen, durch technologischen Wandel, durch geändertes Rechtsverständnis und durch die neue Lifestyle Orientierung dieses tradierte Verhältnis vielschichtig in Frage gestellt. Trotzdem speisen diese Entwicklungen innovative Erkenntnisse und neue Versorgungsmöglichkeiten.

Vor dem Hintergrund der Erfahrungen der hier versammelten Experten will dieses Forum aus den verschiedensten Perspektiven entsprechende Fragen anreißen und aktuelle Lösungsansätze zur Diskussion stellen. Die auf dieser Konferenz vorgestellte bayerische Projektlandschaft zeigt viele neue Konzepte und Systeme die zum Motor der kommenden Entwicklung werden können. Neue Möglichkeiten im Umgang mit Gesundheitsinformationen haben jetzt schon gezeigt was deren gezielter Einsatz für den öffentlichen Versorgungsanspruch der Allgemeinheit leisten könnte.

In der Gesamtschau wird aber deutlich, dass Gesundheitsinformationen gleichzeitig einen Schatz darstellen der gehoben werden kann, wie auch eine Verpflichtung bedeuten die wir alle im eigenen Interesse ernst nehmen sollten.

Dr. med. Christoph F-J Goetz
• Arzt und Informatiker
• Leiter Gesundheitstelematik bei der KV Bayerns
• Mitglied im FB Medizinische Informatik beim NAMed im DIN
• Stellv. Obmann des gem. AA Sicherheit und Karten
• Beiratsmitglied des Fachbeirats der Koordinierungsstelle IT-Sicherheit
• Leiter der AG “Medizinische Anwendungen einer vertrauenswürdigen Informationstechnik” des Bundesverband IT-Sicherheit e.V. in Berlin.



Dr. Steffen Krotsch

Bereichsleiter Innovationen/neue Geschäftsmodelle
Allianz Worldwide Partners, München
Gemeinhin werden das Gründerteam und die Idee als wesentliche Erfolgsfaktoren für ein Startup bezeichnet.
Im Gesundheitsmarkt kommt ein weiteres wesentliches Kriterium dazu: der Marktzugang. Aus meiner persönlichen Sicht liegt das Innovationspotenzial im Gesundheitsmarkt gerade in der Kombination von Wertgenerierung für einen oder mehrere Akteure und dem Marktzugang.

Dr. Steffen Krotsch
Dr. Steffen Krotsch leitet den Bereich "Innovationen/neue Geschäftsmodelle" bei Allianz Worldwide Partners.
Er ist Dipl.-Ing. (Informationstechnik), MBA (Insead) und Dr. rer. pol. (Finanzwirtschaft).


Peter Leberl

Leiter der Niederlassung Mittelfranken / Oberpfalz
HypoVereinsbank – Member of UniCredit, Erlangen
Richtige Vorbereitung für Ihre Gründung und Ihr Finanzierungsgespräch
Gründer haben eine Geschäftsidee und den Mut, diese umzusetzen. Bevor aus einer Idee eine Existenz werden kann, sind gute Vorbereitung und ein tragfähiges Konzept nötig. Wer als künftiger Unternehmer erfolgreich sein möchte, sollte bei allem Enthusiasmus die Existenzgründung sorgfältig planen. Denn die meisten Fehler werden bereits bei der Vorbereitung gemacht. Gründer und Unternehmer müssen vieles alleine schaffen, aber nicht alles. Wichtig ist es, die Strategie des Gründers in harte Zahlen zu übersetzen. Das bedeutet, die Businessplanung offen und konstruktiv mit uns als Bank zu diskutieren und dann die optimale Finanzierungsstruktur zu finden. Hierbei unterstützen die Spezialisten der HypoVereinsbank den Gründer.

Die HypoVereinsbank setzt sich schon seit vielen Jahren mit den Themen Unternehmensgründung und Unternehmensnachfolge auseinander. Denn die deutsche Wirtschaft braucht Unternehmensgründungen. Wir alle brauchen sie. Denn nur Unternehmensgründungen führen zu mehr Innovationskraft und leisten damit einen entscheidenden Beitrag zur Zukunftsfähigkeit unserer Volkswirtschaft.

Für Gründer geht es oftmals auch darum, ganz einfach die richtigen Impulse zu erhalten. Daher engagieren sich die Gründungsspezialisten der HypoVereinsbank im BayStartUP Netzwerk – eine vom Bayerischen Wirtschaftsministerium und der Wirtschaft geförderte Institution für Gründung, Finanzierung und Wachstum in Bayern. Ein weiteres Beispiel ist das HVB Gründerinnen Mentoring: Hier begleiten erfahrene Unternehmerinnen ausgewählte Gründerinnen auf ihrem Weg in ihr eigenes Unternehmen.

Peter Leberl
Ausbildung  
1973 – 1976 Ausbildung Bankkaufmann
1977 – 1980 Diplom-Betriebswirt, Bankakademie Frankfurt
Beruflicher Werdegang
1976 – 2001 Verschiedene Aufgaben im Privatkundengeschäft, der Kreditabteilung und im Firmenkundengeschäft
ab 2002 Verschiedene Führungsaufgaben im Firmenkundengeschäft aktuell Leiter der Niederlassung Mittelfranken/Oberpfalz, Unternehmerbank verantwortlich für Firmenkunden, Geschäftskunden und Heilberufe




Prof. Dr. jur. Thomas Schlegel

Rechtsanwalt
Kanzlei für Medizinrecht, Frankfurt
Cui bono – die Grundlage des Geschäftsmodells im Gesundheitswesen
Health-Apps in Kombination mit Smartphones, ambient assisted living, Telemedizin als Begleiter des chronisch kranken Patienten, die x-te Auflage einer Gesundheitskarte …man müßte meinen, daß die Branche boomt. Tatsache ist, daß selbst hochgradig sinnvolle Systeme es in Deutschland bislang selten zu Massenprodukten geschafft haben. An der Technik liegt es meist nicht, aber am Geschäftsmodell in einem hochregulierten Gesundheitsmarkt, der gerade nicht immer die Krankenkassen zum Kunden macht. Insgesamt werden 300 Mrd € jährlich im deutschen Gesundheitswesen ausgegeben – davon sind lediglich knapp 200 Mrd. aus der gesetzlichen Krankenkasse – der Rest wird größtenteils privat gezahlt. Für das Geschäftsmodell eines Unternehmens in dieser Branche ist es für den Erfolg existentiell zu wissen, wer am meisten von seiner Innovation profitiert.
Es ist daher von größter Wichtigkeit zu wissen, wie diese Branche tickt und wer bereit ist, für telemedizinische Innovationen zu bezahlen, um erfolgreich zu sein.

Prof. Dr. jur. Thomas Schlegel
Rechtsanwalt und Partner der
Kanzlei für Medizinrecht - Prof. Schlegel Hohmann Mangold & Partner
in Frankfurt/Main, wissenschaftlicher Beirat aescuvest GmbH

Der Tätigkeitsschwerpunkt liegt in der Beratung von stationären Einrichtungen, niedergelassenen Leistungsträgern, Medizintechnik- und –IT-Unternehmen, Medizinprodukte und Phamaindustrie. Er ist Professor für Arzt- und Medizinrecht an der Hochschule Fresenius, Idstein/Ts. im Fachbereich Gesundheitsökonomie und interdisziplinäre Versorgungsforschung im Institut für Gesundheitsökonomie, -ethik und -recht (IGÖ), sowie im Masterprogramm International Pharmacoeconomics & Health Economics, Universität Cardiff (GB) tätig. Prof. Dr. jur. Thomas Schlegel ist außerdem Chefredakteur von MedizinRecht.de und Geschäftsführer der CuraControl GmbH (curacontrol.de), sowie des Instituts für Gesundheitsökonomie, -ethik und –recht (IGÖ) (irwg.de) und Autor zahlreicher Wirtschafts- und Rechtspublikationen im Gesundheitswesen, sowie Referent zahlreicher Vorträge hierzu.

Sein Tätigkeitsschwerpunkt liegt in der Strategieberatung, Markteintritts- und Kundenbindungsberatung im Gesundheitswesen.

- Wissenschaftlicher Beirat aescuvest GmbH (www.aescuvest.de)
- Mitglied der Frankfurter Gesellschaft für Handel, Industrie und Wissenschaft
- Netzwerkpartner der Deutschen Apotheker- und Ärztebank
- Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Kassenarztrecht
- Aufsichtsrat der ACURA Klinik Bad Kreuznach
- Mitglied der Deutschen Gesellschaft für integrierte Versorgung



Dr. Markus Wolf

Projektleiter Hochschulen und Unternehmernetzwerk
BayStartUP GmbH, Nürnberg
Wir bringen Kapital und Innovationen zusammen
Beide das gleiche Ziel: Unternehmer und Investoren wollen, dass Kapital in ambitionierte, fundierte Geschäftsmodelle fließt, schnelles Wachstum ermöglicht und nachhaltige Erfolgsperspektiven eröffnet. Das BayStartUP Finanzierungsnetzwerk bietet jungen Unternehmen und Kapitalgebern Unterstützung an, um die Vorbereitungen von Beteiligungen und Finanzierungsrunden erfolgreicher und effizienter zu machen.

Speziell im Gesundheitsbereich bieten wir zudem „Capmatch medical“. Capmatch medical ist eine Finanzierungsplattform, die sich auf die Kontaktvermittlung in der Life Science-Branche konzentriert und dabei speziell auf die Bedürfnisse der Zielgruppe zugeschnitten ist. Um ein Life Science-Unternehmen aufzubauen bzw. neue Therapien oder Medizinprodukte zu entwickeln und in den Markt einzuführen, benötigt man im Vergleich zu anderen Branchen deutlich mehr Kapital – wegen aufwändiger Forschungsarbeiten und langwieriger Zulassungsverfahren. Daher ist es in diesem Bereich in der Regel besonders schwierig kapitalkräftige Investoren zu finden. Diesem Problem will das Branchen-Finanzierungsnetzwerk capmatch medical begegnen, indem es über eine exklusive, englischsprachige Online-Plattform europaweit Kontakte zwischen Unternehmern und Investoren der Life Science-Branche vermittelt.

Dr. Markus Wolf
Parallel zu seinem Studium der Betriebswirtschaftslehre war Markus Wolf selbst Gründer eines Startup Unternehmens. Seit dem erfolgreichen Verkauf
des Unternehmens und dem Abschluss seines Studiums arbeitet er als Berater für junge innovative Unternehmen und Universitäts-Spin-Offs bei der
Baystartup GmbH in Nürnberg.

Von 2006 bis 2008 promovierte er berufsbegleitend an der Handelshochschule Leipzig bei Prof. Dr. Andreas Suchanek zum Thema Business Angels, junge
Technologieunternehmen und Vertrauen.

Dr. Markus Wolf ist Lehrbeauftragter an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt und an der Universität Bamberg.


Moderation:

Sebastian Hilke


Projektleiter
Bayerische TelemedAllianz, Ingolstadt
Sebastian Hilke
Bereits im Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität Erlangen-Nürnberg mit dem Schwerpunkt Gesundheitsmanagement
hat sich Sebastian Hilke in seiner Diplomarbeit mit dem Status Quo der Telemedizin in Deutschland beschäftigt.
Als Projekt-/Produktmanager bei der Firma EvoCare in Nürnberg hat er ab 2010 Projekte im In- und Ausland betreut und den Bereich
Screeningprodukte für das Betriebliche Gesundheitsmanagement geleitet. In wissenschaftlichen Studien untersuchte er die Wirksamkeit
einer teletherapeutischen Betreuung von Rehabilitationspatienten.
Im Juli 2013 wechselte er zur Bayerischen TelemedAllianz und arbeitet dort als Projektleiter an der Konzeption und Umsetzung
telemedizinischer Projekte.